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Deutsche Postbank halten 01.09.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Sebastian Hein, stuft die Deutsche Postbank-Aktie (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) mit dem Rating "halten" ein.
Im ersten Halbjahr 2009 hätten sich die anhaltenden Marktverwerfungen weiter ausgewirkt. Diese Entwicklung sowie weitere Rating Downgrades der Agenturen bei strukturierten Kreditprodukten hätten bei der Postbank zu negativen Effekten im Handels- und im Finanzanlageergebnis geführt. Dabei hätten die Belastungen aus den strukturierten Kreditprodukten jedoch im zweiten Quartal mit -134 Mio. EUR deutlich unter dem Wert des Vorquartals (-221 Mio. EUR) gelegen. Positiv hätten sich vor allem Sondereffekte aus aufgelösten latenten Steuern ausgewirkt.
Insgesamt habe im ersten Halbjahr - begünstigt durch die skizzierten positiven Steuereffekte - ein Konzerngewinn von 70 Mio. EUR (Vorjahr: 238 Mio. EUR) ausgewiesen werden können. Das Ergebnis vor Steuern habe bei -160 Mio. EUR (Vorjahr: 340 Mio. EUR) gelegen, wozu das zweite Quartal mit einem Vorsteuerergebnis von -69 Mio. EUR nach -91 Mio. EUR im ersten Quartal beigetragen habe.
Das Kundengeschäft habe sich trotz des weiterhin wettbewerbsintensiven Umfeldes auch im ersten Halbjahr 2009 positiv entwickelt. Vor allem im Spargeschäft habe die Deutsche Postbank erneut deutlich zulegen können und habe das Sparvolumen auf rund 56 Mrd. EUR gesteigert. Auch das Kundenkreditgeschäft habe ausgebaut werden können und sei im Vergleich zum Vorjahr um 9,9% auf 104,3 Mrd. EUR gewachsen. Aufgrund der Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten sei eine Kaufzurückhaltung der Kunden im Wertpapier- und im langfristig ausgerichteten Kapitalversicherungsgeschäft spürbar gewesen.
In den operativen Ergebnispositionen habe sich dieser Trend widergespiegelt. Der Zinsüberschuss sei im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum trotz des für einlagenstarke Institute generell herausfordernden Zinsumfeldes leicht angestiegen. Der Provisionsüberschuss sei dagegen hinter dem guten Vorjahresniveau zurückgeblieben, habe sich jedoch im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres erholt. Das strikte Kostenmanagement habe in einem nochmaligen Rückgang der Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahresniveau resultiert. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern habe 2,8% nach 9,9% im Vorjahr betragen, die Cost Income Ratio habe bei 92,5% gelegen (75,5% im ersten Halbjahr 2008).
Zusammenfassend würden die Analysten - unter der Voraussetzung, dass keine weitere makroökonomische Verschlechterung über das derzeit erwartete Niveau hinaus eintrete - weiterhin davon ausgehen, dass die Gesamtbelastungen 2009 spürbar unter denen des Jahres 2008 liegen würden. Sie würden damit rechnen, dass die Bank mit ihren strategischen Wachstumsoptionen mittelfristig und nach dem Wegfall der krisenbedingten Sonderbelastungen eine nachhaltige Eigenkapitalrendite von 13% bis 15% nach Steuern erreichen könne.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Deutsche Postbank-Aktie "halten". Das Kursziel werde bei 25 EUR gesehen. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2009" vom 01.09.2009) (01.09.2009/ac/a/d)
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